Chancenplus nicht genutzt: 0:0 gegen Korneuburg

Der 1. Fortuna Wiener Neustädter SC musste sich in der Wiener Neustadt ERGO Arena mit einem 0:0 gegen die SG Korneuburg/Stetten begnügen. Trotz klarer Feldüberlegenheit, zahlreicher Chancen und einer gesamten Halbzeit in Überzahl fanden die Blau-Weißen diesmal keinen Weg zum Treffer. Die ungeschlagene Serie hält weiter an – und der WNSC rangiert weiter an der Tabellenspitze.

1.Fortuna WNSC – Korneuburg 0:0. Der 1. Fortuna Wiener Neustädter SC wollte nach den erfolgreichen Wochen auch vor heimischem Publikum nachlegen und gegen die SG Korneuburg/Stetten den nächsten Dreier einfahren. Von Beginn an übernahmen die Blau-Weißen das Kommando und schnürten die Gäste tief in deren eigener Hälfte ein. Korneuburg verteidigte allerdings mit einer kompakt organisierten Defensive und ließ zunächst kaum Räume zu. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Fortuna in der 20. Minute. Christopher Tvrdy schickte Philipp Reinisch mit einem idealen Zuspiel auf die Reise, doch der Gästetorhüter klärte in höchster Not. Wenige Minuten später setzte Markus Rusek einen Kopfball nach einem Corner knapp über das Tor (23.). Auch ein Distanzschuss von Niels Hahn verfehlte sein Ziel (26.).

Korneuburg sieht Rot

Die Gäste wagten sich offensiv kaum aus der Deckung. Erstmals wurde es in Minute 34 nach einem Freistoß gefährlich, doch Gabriel Suprun war zur Stelle. Auf der Gegenseite blieb die Fortuna am Drücker. Rusek fand mit einer Flanke Lukas Toifl, dessen Kopfball allerdings am Tor vorbeiging (35.). Kurz vor der Pause folgte die spielentscheidende Szene. Nach einem Foul ohne Ball an Silvio Apollonio zückte der Schiedsrichter sofort die Rote Karte gegen einen Spieler der SG Korneuburg/Stetten (41.). Die Gäste mussten damit die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten.

Kein Mittel gegen den Korneuburger Beton

Noch vor dem Seitenwechsel vergaben die Blau-Weißen zwei gute Möglichkeiten auf die Führung. Zunächst setzte Jason Sprinzer einen Abschluss nach Vorarbeit von Apollonio hauchdünn neben das Gehäuse. Wenig später fehlten auch Christopher Tvrdy bei einem wuchtigen Kopfball nach einem Corner nur wenige Zentimeter. So ging es torlos in die Kabinen. Auch nach Wiederbeginn blieb die Fortuna spielbestimmend, hatte gegen die tief stehenden Gäste aber weiterhin Schwierigkeiten, zu klaren Abschlüssen zu kommen. Jason Sprinzer bereitete zunächst für Niels Hahn vor (51.), ehe der eingewechselte Anouar El Moukhantir kurz darauf an der Gästeabwehr scheiterte (52.).

Mit der Einwechslung von Hayford Acheampong brachte Trainer Robert Weinstabl frischen Schwung ins Offensivspiel. Der schnelle Angreifer sorgte sofort für Gefahr. Nach einem Zuspiel von Sprinzer verpasste er den Ball nur knapp (65.). Wenig später zwang Sprinzer den Korneuburger Schlussmann mit einem sehenswerten Distanzschuss zu einer starken Parade (71.). Die besten Chancen auf den Siegtreffer folgten in der Schlussphase. El Moukhantir setzte einen Abschluss aus rund 16 Metern knapp über die Latte (78.), ehe Acheampong nur eine Minute später alleine vor dem Tor um Zentimeter vorbeischoss. Auch Dennis Schmutz scheiterte wenig später am stark reagierenden Gästekeeper (84.). Die letzte Gelegenheit hatte Jason Sprinzer nach Vorarbeit von Sudais Yakubu, traf den Ball jedoch nicht sauber (87.).

So blieb es nach 90 Minuten beim torlosen Remis. Gemessen an Spielanteilen, Chancenplus und der gesamten zweiten Halbzeit in Überzahl fühlte sich der Punktgewinn für die Blau-Weißen wie zwei verlorene Zähler an. Gleichzeitig setzt die Fortuna ihre beeindruckende Serie fort und ist nun seit sieben Meisterschaftsspielen ungeschlagen. Zudem stellt der Tabellenführer mit erst fünf Gegentoren weiterhin eine der besten Defensiven der Liga.

Statistik

1. Fortuna WNSC – SG Korneuburg/Stetten 0:0 (0:0).
Aufstellungen: Gabriel Suprun, David Strmsek, Manuel Holzmann, Lukas Toifl,
Markus Rusek (78‘ Dennis Schmutz), Philipp Reinisch (64‘ Hayford Acheampong),
Niels Hahn (78‘ Sudais Yakubu), Christopher Tvrdy, Silvio Apollonio (46‘ Anouar El Moukhantir),
Philipp Eichberger, Jason Sprinzer
Schiedsrichter: Alan Kijas
Wiener Neustadt ERGO Arena, 300 Zuschauer

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